Was wir wollen

Was wir wollen

Gaimersheim benötigt seit Langem ein Haus der Vereine sowie ein Mehrgenerationenhaus. Beide sollten kombiniert werden mit einer Möglichkeit für betreutes Wohnen, mit Sozialwohnungen sowie Wohnungen für Behinderte, Azubis und Studenten. Die Bücherei, die derzeit im Rathaus untergebracht ist, wäre eine ideale Kombination im Rahmen eines solchen Projektes. Verwirklicht werden sollte ein solches Projekt möglichst in der Ortsmitte: Die Gemeinde sei Eigentümerin des Grundstücks hinter dem Backhaus, das derzeit als Parkplatz genutzt wird, des Backhauses und des „Magetanwesens“ direkt gegenüber dem Rathaus. Alle drei Grundstücke liegen zentrumsnah und verkehrsgünstig und könnten als gemeinsames Ensemble genutzt werden: Ein kleines „Quartier“ könnte entstehen.

Kritisch beobachten wir die zunehmenden Kosten durch Vandalismus in Gaimersheim. Unser Vorschlag: ein Ordnungsdienst, versuchsweise begrenzt auf zwei Jahre. Wir gehen davon aus, dass ein solcher Dienst durch die Reduzierung der Beseitigungskosten der Schäden kostenneutral betrieben werden könnte.

Ein weiteres dringendes Thema für die Kommunalpolitik ist die Erarbeitung eines Zukunftskonzepts für Gaimersheim. Hier müssten insbesondere die Gegebenheiten für die sich verändernde Altersstruktur und die Verkehrssituation in der Gemeinde berücksichtigt werden. Themen einer solchen Vision müssten der Ausbau des Bahnhofs zu einem Verkehrsknotenpunkt sein ebenso wie der Schutz der Anwohner vor Bahnlärm durch Lärmschutzwände.

Um zukunftsfähig im Bereich der Mobilität zu bleiben, sollen in Gaimersheim öffentliche Ladesäulen gebaut und die Einrichtung von Ladepunkten in Wohngebäuden gefördert werden. Der sofortige Ausbau von Highspeed-Internet versteht sich von selbst.

Den – speziell im Raum Ingolstadt – hohen Miet- und Immobilienpreisen soll im Rahmen der ohnehin anstehenden Änderung des Grundsteuergesetzes sinnvoll etwas entgegengesetzt werden. Eine Möglichkeit wäre, die Grundsteuer auf Wohngebäude weiter zu senken und eine Grundsteuer C auf unbebautes Bauland einzuführen, um mehr Grundstücke für Bebauung zu mobilisieren.

Für Kinder und Jugendliche wurde in den vergangenen Jahren in Gaimersheim viel getan – wir sehen aber Nachholbedarf für die Senioren. Als ersten Schritt sehen wir die Beschäftigung eines hauptamtlichen Seniorenbeauftragten – dem Pflegestärkungsgesetz III zufolge eine Aufgabe der Kommunen.

Der Energieverbrauch im Wohnungssektor hat einen hohen Anteil am Gesamtverbrauch. Die Einrichtung eines neutralen kommunalen Energieberaters könne einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz auf kommunaler Ebene leisten. Diese Planstelle könnte zusätzlich zur Beratung für den seniorengerechten Umbau von Wohnungen eingesetzt werden.

Das von der Gemeinde errichtete Seniorenheim wird an die Betreiber verbilligt vermietet. Bedingung hierfür ist die Weitergabe des Vorteils an die Bewohner. Wir wollen uns für die detaillierte Offenlegung der Erfüllung dieser Auflage durch den Betreiber einsetzen.